Südlicher Ozean
Aus Geowiki
Der bis 5.805 m tiefe Südliche Ozean, der auch Südpolarmeer, Südliches Eismeer, Antarktischer Ozean oder Antarktik genannt wird, ist mit 20,327 Mio. km² der zweitkleinste Ozean der Erde.
Im Atlantisch-Indischen-Südpolarbecken ist er bis 5 805 m tief; diese tiefe Stelle liegt etwa bei 44° östlicher Länge und 61° südlicher Breite. Seine größte Tiefe von 7 235 Metern erreicht der Südliche Ozean im südlichsten Ausläufer des Süd-Sandwich-Grabens, etwa 180 km südöstlich der Insel Süd-Thule. Der größere Teil dieses Tiefseegrabens und dessen tiefste Stelle, liegt aber im Norden und ist somit Teil des Atlantischen Ozeans.
Der Südliche Ozean umfasst den Meeres-Bereich südlich des 60. Breitengrades. Damit werden die Meeresgebiete zusammengefasst, die den Kontinent Antarktis umgeben. In Richtung Norden geht er jeweils in den Atlantik, den Indischen Ozean und den Pazifik über.
Die Bezeichnung „Südlicher Ozean“ wurde im Frühjahr 2000 von der Internationalen Hydrographischen Organisation (IHO) offiziell beschlossen. Die Definition folgt der rechtlichen Festlegung des Antarktisvertrages. Die natürliche Grenze wird durch die antarktische Konvergenz gebildet. Das ist jene Zone, in der die kalten Wassermassen des Antarktik auf die warmen Wassermassen des Nordens treffen. Sie verläuft zwischen dem 40. und 60. Breitengrad sowohl im Verlauf, als auch jahreszeitlich schwankend. Im Südlichen Ozean hat sich ein erstaunliches Ökosystem entwickelt, dessen Schlüsselfigur der Krill ist. Im Winter frieren große Teile zu. Diese Gebiete werden dann Packeis genannt. Typisch für das Südpolarmeer sind Tafeleisberge, die aus Bruchstücken des Schelfeises entstehen. Es gilt bei Seeleuten als das stürmischste aller Weltmeere.
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