Gobi
Aus Geowiki
Die Wüste Gobi erstreckt sich von Kirgisien und dem Hochland von Pamir im Westen bis zur Mandschurei im Osten. Im Norden reicht sie bis Sibirien, im Süden fast bis zur Chinesischen Mauer. Sie umfasst einen großen Teil der Mongolei. Die Wüste ist rund 2000 km lang und erreicht eine größte Breite von über 1000 km. Mit einer Fläche von mehr als zwei Millionen Quadratkilometern ist sie fast zehnmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.
Die Wüste Gobi ist fast völlig von Gebirgen umschlossen. Die feuchten Luftströmungen, die von außen kommen, laden ihre ganze Feuchtigkeit an der Außenfront der Berge ab. Die vorherschenden Winde im Inneren der Wüste sind sehr trocken. Da keine Wasserverdunstung stattfindet, ist die Luft klar.
Die Wüste Gobi ist eine kalte Wüste, da sie relativ hoch, im Inneren des Kontinents liegt. Im Winter sinkt die Temperatur auf -30° oder sogar -40°C, im Sommer steigt sie auf +40°C. Regen fällt sehr selten. Die Niederschlagsmenge beträgt rund 100 mm jährlich in den tiefer liegenden Gebieten und 200 mm in den höher gelegenen Randgebieten.
Teilwüsten sind die Bejschan- und die Alashanwüste.
Die Bejschan ist eine vor allem gebirgige Wüste, sie wird daher manchmal auch als Gebirge eingeordnet. Sie stellt eine Verknüpfung zwischen der Steppe Gobi im Osten und dem Tarimbecken im Westen dar.
Die Alashan ist eine Sandwüste südwestlich der Gobi. Sie wird im Süden durch die Verlängerung des Nanschan-Gebirges abgegrenzt, im Norden durch die mongolische Grenze. Im Westen schließt sich die Bejschan an, im Osten reicht die Alashan bis zum gelben Fluss. Die Landschaft hat eine allgemeine Höhe von 1.000 bis 1.500 m.
Im westlichen Teil der Alashan gibt es Dünen, die bis zu 400 m hoch sind, und somit zu den höchsten Dünen der Erde gehören. Von den 100 Salzseen, die zwischen den Dünen zu finden sind, gelten einige den Mongolen als heilig. Daher befinden sich hier auch lamaistische Klöster. Die einzigen Einwohner von Alashan sind die Torgod-Mongolen.

